Ladungssicherung: Die 10 häufigsten Fehler
Falsche Zurrwinkel, fehlende Reibung, kein Kantenschutz: Diese zehn Fehler bei der Ladungssicherung begegnen Kontrolleuren täglich — und werden teuer.

Ladungssicherung ist kein Bauchgefühl, sondern Physik: Bei einer Vollbremsung vervielfacht sich das Gewicht der Ladung. Eine Tonne wird zu drei Tonnen — und wenn die Sicherung versagt, wird aus einem Stau ein Unglück. Kontrolleure prüfen nach §22 StVO und VDI 2700. Diese zehn Fehler sehen sie am häufigsten.
Die 10 häufigsten Fehler
- checkZu wenig Zurrmittel — die Vorspannkraft reicht für das Ladegewicht nicht aus.
- checkFalscher Zurrwinkel — Zurrgurte wirken nur in einem Winkel von 30–60 Grad effektiv.
- checkFehlende Reibung — ohne Antirutschmatten muss die doppelte Zurrkraft aufgebracht werden.
- checkKein Kantenschutz — scharfe Kanten zerschneiden den Gurt bei Belastung.
- checkÜberladung — das zulässige Gesamtgewicht wird überschritten.
- checkLose Teile im Laderaum — Kleinteile werden bei Bremsung zu Geschossen.
- checkNicht geprüfte Zurrpunkte — verrostete oder beschädigte Zurrpunkte halten nicht.
- checkFalsches Staumuster — hohe, schmale Ladung kippt trotz Sicherung.
- checkVerschlissene Gurte — sichtbare Beschädigungen, Knoten, gequetschte Gurtbänder.
- checkKeine Dokumentation — ohne Nachweis gilt die Sicherung als nicht erfolgt.
Die kostenlose Abfahrtskontrolle-Vorlage enthält den Prüfpunkt Ladungssicherung in der täglichen Fahrzeugkontrolle — dokumentiert mit Zeitstempel und Unterschrift.
Was Sie tun können
Schulungen nach VDI 2700 für Fahrer, regelmäßige Prüfung der Zurrmittel und eine dokumentierte Kontrolle bei jeder Abfahrt. Die Dokumentation ist der entscheidende Unterschied: Bei einer Kontrolle oder im Schadensfall zählt der Nachweis, dass die Sicherung geprüft wurde.
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